Ein altes Kabel kann zwei Wege gehen: zurück in den Rohstoffkreislauf – oder in die Verbrennung. Auf den ersten Blick klingt beides nach „weg ist weg“. Tatsächlich liegen zwischen den beiden Wegen Welten. Wir zeigen, warum Recycling fast immer die bessere Wahl ist.
Jedes ausgediente Kabel landet entweder im Recycling oder in der Verbrennung. Wird es einfach in den Restmüll geworfen, ist sein Weg vorgezeichnet: Restmüll wird in der Regel verbrannt. Wird es dagegen getrennt erfasst und ins Kabelrecycling gegeben, beginnt ein ganz anderer Prozess.
Der Unterschied ist größer, als die meisten denken. Es geht nicht nur darum, ob etwas „ordentlich“ entsorgt wird, sondern darum, ob wertvolle Rohstoffe erhalten bleiben oder unwiederbringlich verloren gehen. Genau deshalb gibt es das Elektrogesetz, das Kabel der getrennten Erfassung zuordnet – mehr dazu auf ElektroG & Recht.
Der wichtigste Unterschied liegt im Material. Ein Kabel besteht zu einem großen Teil aus wertvollem Metall, umgeben von Kunststoff. Beim Recycling werden diese Bestandteile sauber getrennt und das Metall als Sekundärrohstoff zurückgewonnen. Es kann direkt wieder verwendet werden.
Bei der Verbrennung passiert das Gegenteil: Das Material wird zerstört. Was an Metall übrig bleibt, ist verunreinigt und schwer zurückzugewinnen. Der Großteil des Wertes geht verloren – und muss durch neu abgebautes Material ersetzt werden.
Recyceltes Metall aus einem Kabel kann theoretisch immer wieder verwertet werden. Verbranntes Material ist dagegen aus dem Kreislauf verschwunden. Recycling hält Rohstoffe im Spiel – Verbrennung nimmt sie heraus.
Neues Metall aus Erz zu gewinnen ist extrem energieaufwendig: Erz muss abgebaut, transportiert, aufbereitet und geschmolzen werden. Die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Metall aus Altkabeln spart einen Großteil dieses Aufwands.
Das heißt: Jedes Kilo Metall, das aus einem alten Kabel zurückgewonnen wird, ist ein Kilo, das nicht energieintensiv neu produziert werden muss. Recycling ist damit nicht nur Materialerhalt, sondern auch handfeste Energieeinsparung.
Weniger Neuabbau und weniger Energieeinsatz bedeuten auch weniger Emissionen. Der gesamte Aufwand von der Mine bis zum fertigen Metall fällt beim Recycling größtenteils weg. Hinzu kommt: Beim Verbrennen von Kunststoffanteilen entstehen Abgase, die beim mechanischen Recycling vermieden werden.
Unterm Strich schont Recycling damit gleich auf mehreren Ebenen die Umwelt: Es spart Rohstoffe, Energie und Emissionen zugleich. Wie sich das konkret auf die Klimabilanz auswirkt, steht auf der Nachhaltigkeitsseite.
Recycling hält wertvolle Rohstoffe im Kreislauf, spart Energie und vermeidet Emissionen – Verbrennung vernichtet das Material und macht Neuabbau nötig. Deshalb gehört jedes Kabel ins Recycling, nicht in den Restmüll.
Den Weg dorthin machst du ganz einfach: Kabel sammeln und einsenden. Wie das geht, zeigt Wo alte Kabel entsorgen. Was nach dem Einsenden Schritt für Schritt passiert, liest du unter Was passiert mit alten Kabeln nach der Entsorgung. Und warum Kabel nicht in die normale Tonne dürfen, erklärt Darf man Kabel in die Gelbe Tonne werfen?
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Beim Recycling bleiben die wertvollen Metalle im Kabel erhalten und gehen zurück in den Kreislauf. Bei der Verbrennung gehen diese Rohstoffe verloren und müssen neu abgebaut werden. Recycling spart außerdem Energie und vermeidet Emissionen.
Nein. Beim fachgerechten Kabelrecycling werden die Kabel mechanisch zerkleinert und getrennt, nicht verbrannt. So bleiben die Metalle erhalten.
Die Wiederverwertung von Metall aus Altkabeln benötigt deutlich weniger Energie als die Gewinnung von neuem Material aus Erz. Damit sinken auch die verbundenen Emissionen erheblich.
Die Isolierung wird beim Recycling soweit möglich geordnet weiterverwertet, statt verbrannt zu werden. So entstehen weniger Abgase.