Bei jeder Renovierung, jedem Sicherungskasten-Tausch und jedem Rückbau fällt es an: altes Installationskabel. Die grau-weißen NYM-Leitungen stecken in fast jeder Wand. Doch wohin damit, wenn sie raus müssen? Dieser Ratgeber erklärt alles – von der richtigen Tonne bis zum Recyclingweg.
NYM ist die Standard-Leitung der deutschen Hausinstallation. Wenn in einer Wand ein Kabel steckt, das Steckdosen, Schalter oder Lampen versorgt, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein NYM-Kabel. Man erkennt es am typischen grau-weißen, leicht runden Kunststoffmantel und an den festen, starren Adern im Inneren.
Der Name NYM ist eine Kurzbezeichnung aus der Normung. Wichtig für die Entsorgung ist vor allem eins: Im Inneren stecken mehrere isolierte Leiter aus wertvollem Metall, umgeben von Kunststoff. Genau diese Materialkombination macht das Kabel zu einem Fall fürs Recycling – und nicht für die Mülltonne.
Neben NYM gibt es weitere Installationsleitungen wie NYY (Erdkabel) oder NYCWY, die nach demselben Prinzip funktionieren. Für die Entsorgung gelten die gleichen Regeln. Einen Überblick über alle Typen findest du auf der Kabelarten-Seite.
Grau-weißer Mantel, feste Adern, meist als längere Stücke aus der Wand: Das ist klassisches Installationskabel. Es darf komplett – mit Mantel und allem – ins Recycling.
Anders als ein Ladekabel, das einfach kaputt geht, kommt Installationskabel meist in größeren Mengen auf einen Schlag – nämlich immer dann, wenn an der Elektrik gearbeitet wird:
In all diesen Fällen liegt schnell ein großer Haufen Kabel auf dem Boden. Wer hier zum Restmüll greift, verschenkt nicht nur wertvolle Rohstoffe, sondern handelt auch gegen das Gesetz. Es lohnt sich, kurz innezuhalten und richtig zu entsorgen.
Installationskabel sieht robust und unspektakulär aus – aber genau das täuscht. Im Inneren steckt Metall, das sich nahezu vollständig wiederverwenden lässt. Landet das Kabel im Restmüll, wird es verbrannt, und diese Rohstoffe gehen unwiederbringlich verloren.
Hinzu kommt die rechtliche Seite: Kabel fallen unter das Elektrogesetz und müssen getrennt erfasst werden. Das gilt für das einzelne Reststück genauso wie für den ganzen Renovierungs-Haufen. Die Details dazu stehen auf der Seite ElektroG & Recht, und ob ein einzelnes Stück wirklich verboten ist, klärt der Ratgeber Kabel im Restmüll.
„Das bisschen Kabel kann doch in den Müll.“ – Stimmt nicht. Auch kleine Mengen Installationskabel gehören in die getrennte Erfassung. Und bei Renovierungen sind es ohnehin selten nur kleine Mengen.
Für Installationskabel gibt es mehrere zugelassene Wege. Welcher passt, hängt vor allem von der Menge und vom Aufwand ab, den du betreiben willst.
Für reine Kabelreste und Verschnitt aus der Installation gibt es zusätzlich den Ratgeber Kabelreste entsorgen. Geht es allgemein um Strom- und Haushaltsleitungen, hilft Stromkabel entsorgen weiter.
Gerade bei Installationskabel kommt oft viel zusammen. Das ist kein Problem – mit ein paar Handgriffen ist alles versandfertig.
Fällt regelmäßig Installationskabel an, lohnt es sich, einen festen Sammelpunkt einzurichten und größere Mengen gesammelt einzusenden. So bleibt die Baustelle sauber und das Material im Kreislauf.
Nach dem Eingang werden die Installationskabel gewogen und vorsortiert. Anschließend werden sie mechanisch zerkleinert. In diesem Schritt wird aus den langen, festen Leitungen ein Granulat aus Metall- und Kunststoffpartikeln.
Über Trennverfahren wie Windsichtung werden die Materialien anschließend sortenrein getrennt. Das gewonnene Metall geht als Sekundärrohstoff zurück in die Industrie, die Kunststoffe werden soweit möglich geordnet weiterverwertet. Den kompletten Ablauf zeigt die Seite Recycling-Prozess, und warum das ökologisch so viel bringt, steht auf der Nachhaltigkeitsseite.
Wenn du wissen willst, was generell mit eingesendeten Kabeln passiert, lies auch Was passiert mit alten Kabeln nach der Entsorgung. Und falls bei der Renovierung allgemeiner Kabelsalat anfällt, hilft Kabelsalat entsorgen beim Ausmisten.
Einfach einpacken, frankieren und absenden. Kein Anmelden, kein Warten – direkt an unsere Adresse.
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NYM ist die gängigste feste Installationsleitung in deutschen Gebäuden. Sie wird für Steckdosen, Schalter und Lampen verlegt und hat einen grau-weißen Kunststoffmantel mit mehreren festen Adern.
Nein. Installationskabel zählen als Elektroschrott und dürfen nicht in den Restmüll. Sie müssen über Wertstoffhof oder fachgerechtes Kabelrecycling entsorgt werden.
Nein. Das Kabel kann komplett mit Mantel eingesendet werden. Die Trennung von Mantel und Adern erfolgt maschinell in der Recyclinganlage.
Ja. Bei Renovierung oder Rückbau fallen oft viele Meter an. Diese können in mehreren stabilen Kartons gesammelt und gemeinsam versendet werden.
Ja. NYY und andere Installationsleitungen werden nach demselben Prinzip recycelt und können ebenfalls eingesendet werden.
Die Versandkosten trägt der Einsender. Für die Annahme der Kabel fällt bei Kabelwerk Gronau keine zusätzliche Entsorgungsgebühr an.